1. 1913 Am 29. September in Schönbrunn in Mähren geboren, aufgewachsen in Oderfurt bei Mährisch-Ostrau
  2. 1931 Abitur mit Auszeichnung an der Oberrealschule in Mährisch-Ostrau
  3. ab 1931 Studium an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag in den Fächern Geografie und Kunsterziehung. Daneben ausgedehnte Zeichenreisen durch Europa und den Balkan. Gegen Ende des Studiums besucht er auch die Meisterklasse von Prof. Heinrich Hönich an der Akademie der Bildenden Künste.
  4. 1938–1939 Assistent bei Prof. Alois Rieber im Bereich Akt- und Figurenzeichnen
  5. 1939–1944 Nach dem Einmarsch der Deutschen kann Scholz wegen seiner jüdischen Mutter weder an der Hochschule noch im Schuldienst oder als freier Künstler arbeiten. Professor Fritz Lehmann, der an der Technischen Hochschule die Lehrkanzel für Architektur inne hat, beschäftigt ihn bis zum Herbst 1944 in seinem großen Architekturbüro in Prag.
  6. 1944–1945 Von der Gestapo als „Mischling ersten Grades" verhaftet, muss er bis zur Befreiung in mehreren Lagern in Schlesien und Nordböhmen Zwangsarbeit leisten. Nach dem Umsturz darf er als Deutscher weder an die Universität zurück noch als Lehrer arbeiten. Diese Perspektivlosigkeit bewegt ihn und seine inzwischen angetraute Ehefrau, die Ausreise zu beantragen.
  7. 1946 Aussiedlung aus der Tschechoslowakei, Ankunft erst im zerbombten München und dann im Allgäu, als eine Stelle an der Oberrealschule Kempten frei wird
  8. 1946–1976 Lehrer am Allgäu-Gymnasium Kempten für Kunsterziehung und Erdkunde, als Wahlfach gibt er auch Technisch Zeichnen, zuletzt als Studiendirektor
  9. 1960er–1970er Leiter des Naturwissenschaftlichen Arbeitskreises der Volkshochschule Kempten
  10. 1965 Er überarbeitet, modernisiert, ergänzt und illustriert ein Manuskript über die Geologie des Allgäus des verstorbenen Lehrers Dr. Franz Müller, das unter dem Titel „Ehe denn die Berge wurden" erscheint
  11. 1975 Neueröffnung der geologischen Sammlung im Zumsteinhaus Kempten
  12. 1976 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch den Bundespräsidenten
  13. 1976 Verleihung der Goldenen Residenzmedaille durch die Stadt Kempten
  14. 1981 „Das Werden der Allgäuer Landschaft" erscheint, gemeinsam mit Herbert Scholz verfasst
  15. 1988 Ausstellung im Löhe-Haus in Kempten anlässlich seines 75. Geburtstags
  16. 1989 Verstorben in Kempten
  17. Jahr unbek. Verleihung der Bayerischen Umweltmedaille durch das Bayerische Umweltministerium
  18. Posthum Die Stadt Kempten benennt den Udo-Scholz-Weg nach ihm